Technik und Eigenschaften

Das Prinzip der Betonlasuren, die bei den hier gezeigten Beispielen zur Anwendung kamen, basiert auf einer stark verdünnten, i.d.R. halbtransparenten Dünnschichtfarbe auf Silikatbasis. Verwendet werden kalkechte mineralische und Metalloxyd-Pigmente. Der Auftrag erfolgte in der Regel in mehreren Schichten mit einer Lasurbürste. Das Besondere gegenüber einer einfachen Betonfarbe besteht in der mineralisch matten Oberfläche, die nicht als eigene, aufgetragene Schicht erlebt wird. Der Beton erscheint eingefärbt und nicht gestrichen. Die Transparenz der Lasur lässt die bewegte Farbigkeit der Betonoberfläche durchscheinen. Das durch die unregelmäßige Verteilung der Zuschlagstoffe bedingte heterogene Saugverhalten des Betons führt dabei zu einer unterschiedlich starken Pigmentannahme und somit sogar zu einer Steigerung des besonderen Betoncharakters.

Im Gesamtbild treten die gegebenenfalls vorliegenden optischen Mängel und Unregelmäßigkeiten dennoch zurück. Das liegt daran, dass diese Mängel als Hell-Dunkel-Kontrast gesehen werden, der durch den Pigmentauftrag gemindert wird. Außerdem können im Rahmen des mehrschichtigen Auftrags einzelne Stellen besonders behandelt werden.